Jacques Wirion |
Sporen |
| Deutsch | Aphorismen |
| Op der Lay 144 | 2005, 128 Seiten |
| ISBN 978-2-87967-120-8 | 9,50 € in unserem Online-Shop |
| iPad/iPhone/iPod touch eBook | 2013 |
| ISBN 978-2-87967-421-6 | Download im iTunes Store ![]() |
Jacques Wirion hat sich in Luxemburg einen gewissen Namen als Schriftsteller gemacht. Bisher hat er ein Buch mit Aphorismen und zahlreiche Artikel veröffentlicht. Neben seinen Essays (1er Prix du Concours Littéraire 1998) haben seine Vorträge Aufmerksamkeit erregt. Auch im Ausland ist er schon längst mit seinen Aphorismen kein ganz Unbekannter mehr. Und doch ist «Sporen» die erste Veröffentlichung, die von Jacques Wirion bei Op der Lay erscheint.
Obschon es eine sehr lange Tradition von Aphorismen gibt, tun sich heute anscheinend eine Reihe Leute ziemlich schwer mit dieser literarischen Kost. Der Genuss derselben scheint nur wenigen Kennern vorbehalten. Aber wenn die große Menge auf Delikatessen verzichtet, muss man diese dann den Genießern vorenthalten? Wir sind da anderer Meinung.
Jacques Wirion stellt im Nachwort die Frage nach der Modernität des Aphorismus. Hier seine Einleitung:
Zur Frage der Modernität des Aphorismus
Dass diese bisher nur wenig Interesse gefunden hat, mag damit zusammenhängen, dass noch kaum je ein Aphoristiker dieses Charakteristikum für sich in Anspruch genommen hat. (Wer wird wohl behaupten wollen, Bert Berkensträter sei ein moderner Aphoristiker, bloß weil er die tradierte Großschreibung in seinen Aphorismen missachtet?) Somit scheint der Gattung einer Art Zeitenthobenheit, ja Zeitlosigkeit zuzuwachsen. Ein Vorläufer der modernen Lyrik wie Christian Morgenstern hat sich deutlich an die Grenzen gehalten, wenn er Werke wie das spielerische Lautgedicht „Das große Lalula“ oder das nur aus metrischen Zeichen bestehende optische „Fisches Nachtgesang“ von seiner aphoristischen Produktion trennte.
Was es mit der Modernität des Genres auf sich hat, verdient doch wohl, genauer beleuchtet zu werden.
Pressestimmen:
Wirion gibt sich auch nicht wie zahlreiche Aphoristiker damit ab, einzelne Worte, ganze Sätze, bestimmte Sprachformeln und Sinnverkrustungen aufs Korn zu nehmen, sie mehrmals im Kopf oder in der Feder um und um zu wenden, um sie auf ihre Konsistenz zu testen oder überhaupt direkt in ihr Gegenteil zu verkehren, scheinbar mir nichts, dir nichts eine überraschende Pointe herauszuschlagen oder bloß rhetorische Funken zu versprühen. Nein, Jacques Wirion nimmt sein aphoristisches Denk- und Handwerk meistens ernst, die scheinbare Leichtigkeit seiner spirituellen Fundsachen sind die Frucht einer seriösen Überlegenheitsarbeit an der Ferdinand de Saussure zu dankenden Verbindung von Bezeichnendem (signifiant) und Bezeichnetem (signifié). d'Lëtzebuerger Land 1. Juli 2005
Auszug aus Sporen
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