Marcel Gillander |
Atacama |
| Sprache: Deutsch | Roman |
| Op der Lay 122 | 1998, 1. Auflage im Juni 1998, 2. Auflage im November 1998 360 Seiten, Paperback |
| ISBN 978-2-87967-056-0 | 15,90 € |
Marcel Gillander hat 11 Atlantiküberquerungen per Schiff gemacht und nimmt uns noch einmal mit in diese leider vergangene Welt der Linienschiffe, die die Alte und die Neue Welt bis vor einigen Jahrzehnten verbanden. Bei einer dieser Transatlantikfahrten lernt der 22-jährige Luxemburger Charles Wigand eine verheiratete Chilenin von 38 Jahren kennen. Ihre bewegende Liebesgeschichte im Chile der Militärdiktatur rückt in den Mittelpunkt von Atacama. Marcel Gillander versteht es als herausragender Erzähler einerseits die Möglichkeit und andererseits die Ausweglosigkeit dieser Beziehung eindrucksvoll zu schildern. Wohl aus diesen Gründen hat sich dieses Buch in Luxemburg innerhalb kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt.
Erwähnenswert bleibt auf jeden Fall, dass Marcel Gillander auf Grund dieses Buches offiziell nach Chile eingeladen wurde, um als Gast an der Einweihung des Platzes Victor Jara teilzunehmen. Gerade die Lieder dieses Sängers ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch «Atacama».
Im Dezember 2002 erschien ein neuer Roman dieses großartigen Erzählers aus Luxemburg: Hanna.
Auszug aus Atacama
Pressestimmen:
Er leistete sich lange Schiffs- und Landreisen, auf denen er las, philosophierte, alle möglichen Leute kennenlernte und schöne Frauen knallte. Sein Roman liest sich wie ein gedruckter Tango.
Den Neie Feierkrop, 3.7.1998
Atacama ist auch ein Heimatroman aus den siebziger Jahren. Denn Gillander ist einer der wenigen Luxemburger Autoren, die das Thema Resignation unverblümt ansprechen: Südamerika, besonders Chile, als Teil einer großen, verlorenen Illusion, als progressives Disneyland und imaginärer Abenteuerspielplatz für in der Heimat nicht denkbare Umstürze.
d'Letzeburger Land, 17.7.1998
Die Lakonie der Sprache, das Verschwiegene, die spannenden Übergänge, die Präzision der Beschreibungen, die einfachen «gewichtslosen Sätze», die alltäglichen Wörter, die, ohne viel Aufhebens zu machen, eine wunderbar leichte, aber niemals oberflächliche Atmosphäre schaffen das muß man können!
Tageblatt, 18.9.1998